22/02/16

Vielversprechendes Blätterrauschen im Bücherwald

Mittlerweile ist es ziemlich sicher: Im Herbst, höchstwahrscheinlich passend zur Frankfurter Buchmesse, erscheinen zwei Bücher für junge LeserInnen von mir! Da wäre zum einen ein Kinderbuch, in dem es gleich um zwei Lieblingsthemen kleiner Menschen geht, nämlich verrückte Erfindungen und Dinosaurier; zum anderen erscheint ein Bilderbuch mit Texten von mir und einem weiteren, nicht kaputtzukriegenden Dauerlieblingsthema: Ritter. (In diesem Fall geht es genau genommen um einen ziemlich kleinen Ritter. Wirklich klein. Man könnte sagen: winzig!) Dieses Buch wird als zweisprachiger Titel erscheinen und zwar gleich in mehreren Sprachversionen; ich bin schon hochgespannt, welche das genau sein werden.

2016 soll auch Schnecke Milli zurückkehren. Diesmal in Form eines kostenlosen, interaktiven Webbooks, in dem Milli und ihre Freunde sich auf gewohnt neugierige Art mit Kunst auseinandersetzen. Ich bin erneut für die deutsche Fassung verantwortlich und habe dabei auch noch die eine oder andere Sache über Malstile gelernt. Eine Vorschau auf das Design und die wieder wundervollen Grafiken von Jana Schell gibt es hier.

1/04/15

Milli kriecht auf eure Tablets

Wie es sich für eine Schnecke gehört, hat sich Milli ordentlich Zeit gelassen, aber nun ist die interaktive Story-App für Kinder ab 4 Jahren für iOS und Android erhältlich. Aus diesem Anlass bekam sie von den Honig Studios sogar ihre eigene Webseite spendiert. Auf kleine Leser- und EntdeckerInnen wartet eine fabelhafte Erzählwelt, die von Millis Schöpferin Jana Schell kunstvoll illustriert, gemalt und gestempelt wurde.

Ich habe zum Ganzen die deutsche Version beigesteuert, was angesichts der stil- und humorvollen englischen Originalreime von Sean Coleman eine echte Herausforderung war. Das Ergebnis klingt so:

Wer je den Apfelbaumwiesenhügel sah,
der weiß, dort ist es ganz wunderbar.

Zwischen bunten Blüten und sattgrünen Pflanzen,
herrscht ein Kriechen und Krabbeln, Hüpfen und Tanzen.

Am Fuße des Baums liegt eine weiche Laubdecke,
und dort lebt Milli, eine neugierige Schnecke.

Noch nie hat sie andere Schnecken gesehen,
so kann das nun wirklich nicht weitergehen!

„Ich muss es jetzt wissen, ich halt’s nicht mehr aus.
Was macht mich zur Schnecke? Wie find ich das raus?“

(Die Antworten auf diese Fragen gibt es – man ahnt es schon – in Millis App-Abenteuer…)

3/11/14

Schnecken, Füchse, Wikinger… und Zombies!

Seit dem letzten Blogeintrag sind schon wieder einige Monate ins Land gegangen und der Sommer, wie auch der zuletzt thematisierte Comic-Salon in Erlangen, nur noch eine schöne Erinnerung. (Damit diese nicht gar so schnell verblasst, habe ich mit meinen KollegInnen von Comicgate ein Erlangen-Tagebuch und eine Neuauflage des beliebten Messe-ABCs fabriziert.)

Auch wenn sich zwischenzeitlich das eine oder andere verheissungsvolle Projekt zerschlagen hat oder in die ferne Zukunft vertagt wurde, gibt es doch ein paar konkrete und gar nicht so schlechte Dinge aus der Autorenwerkstatt zu berichten: Sehr bald schon soll endlich Schnecke Milli auf die digitale Welt loskriechen: die wunderschöne Bilderbuch-App von Jana Schell und den Honig Studios, für die ich die deutschen Texte in Reimform verfassen durfte.

Bereits erschienen ist das Lernspiel Isungur – Rette dein Wikingerdorf, an dem ich redaktionell beteiligt war. Es richtet sich an Kinder ab 9 Jahren, ist kostenlos online spielbar und vermittelt anschaulich und so ganz nebenbei einige Infos über das Leben der WikingerInnen.

Auch von der Comicfront gibt es Neues: Ich unterstütze David Füleki ja seit Anfang 2013 als Co-Autor bei der Comicreihe Der Schlaufuchs für die Kinderseite der Fuldaer Zeitung. Gegen Ende des Jahres soll nun der erste Schlaufuchs-Sammelband mit satten 57 Episoden und ein paar Bonus-Extras beim Parzeller Verlag erscheinen. Wenn die zeitliche Planung aufgeht, kann man es kleinen Schlaufüchsen sogar als Weihnachtsgeschenk unter den Baum legen.

Bereits in wenigen Tagen kommt hingegen die Comicerzählung Intisars Auto in die Läden, die ich als Textredakteur für das Label Egmont Graphic Novel bearbeitet habe. Sie basiert auf der persönlichen Recherche des spanischen Autors Pedro Riera im Jemen, wo er viele  Interviews mit jemenitischen Frauen führte – was natürlich in einer Gesellschaft, in der Frauen ohne eine männliche Begleitperson kaum vor die Tür dürfen, nicht einfach war. Das resultierende Buch bietet einen faszinierenden Einblick in die Lebenswelt einer jungen jemenitischen Ärztin, räumt mit einigen Vorurteilen auf und ist allen zu empfehlen, die sich für die arabische Gesellschaft der Gegenwart interessieren.

Und dann war da doch noch die nächste Story für DIE TOTEN, welche ja mittlerweile bei Panini eine neue Heimat gefunden haben… Die Geschichte “Bochum, 26.11.2009” von Susanne Korff-Knoblauch und mir ist mittlerweile bereits komplett und schauerlich-schön von Zombie-Spezi Timo Grubing gezeichnet, getuscht und koloriert worden und wir hoffen schwer darauf, dass sie im nächsten TOTEN-Band im Frühjahr 2015 einen Platz findet. Die nächste Zombie-Attacke aus den unheimlich quietschenden Tastaturen von Susanne und mir ist auch schon in Arbeit, hat diesmal einen maritimen Einschlag, und wird von meinem erprobten PERRY-Kumpan Frank Freund niedergezeichnet.

18/02/14

Liebesgrüße nach Moskau…

Cover PRIDE-Magazin 138In der Februar-Ausgabe des österreichischen PRIDE-Magazins ist eine Comicgeschichte von Flavia Scuderi und mir zur unsäglichen, staatlich sanktionierten Diskriminierung homosexuell liebender Menschen in Russland erschienen. Für alle Nicht-Österreicher ist der Comic nun auch online nachzulesen.

Ebenfalls kürzlich erschienen – und zwar bei der Egmont Comic Collection –  ist “Kontrollfreaks”, der dritte Band aus Arthur de Pins’ gruselig-witziger Zombillennium-Serie, den ich redaktionell betreut habe.

4/12/13

Talking about Wagner

Auf Literatopia.de ist ein laaaaaanges Interview mit Flavia Scuderi und mir erschienen, in dem wir nicht nur von unserer Arbeit an der Wagner-Comicbiografie berichten, sondern auch, was wir sonst so treiben, planen und lesen.

Auch gut zu lesen sind die Besprechungen in der Leipziger Internetzeitung und im Opernnetz. Schön, dass der Band auch in comicferne Bildungsschichten vorgedrungen ist. 😉

Die englische Version der Wagnerwahn-App hingegen hat derweil ihren Weg zu Digitalspy, zum Wagnerianer-Magazin The Wagnerian und sogar in den App-Blog des Guardian gefunden!